Jugendarbeitslosigkeit

Mehr als 500.000 Jugendliche sind derzeit in heimischen Betrieben beschäftigt, das ist in etwa die Häfte aller Jugendlichen Österreichs. Statistiken zeigen uns auch, dass mittlerweile über 25% der Arbeitslosen Jugendliche sind und diese Zahl finde ich höchst beunruhigend.
Laut einer Studie der Arbeiterkammer fehlen bei uns über 100.000 Jobs für die Fünfzehn- bis Vierundzwanzigjährigen. Den Anteil der Hilfsarbeiter in dieser Altersklasse berücksichtigt, sind in Österreich rund 8% der Jugend ohne Zukunftschancen. Trotz dieser Zahlen liegt Österreich im europaweiten Ranking auf Platz 3.

Gründe dieser Zahlen sind, meiner Meinung nach, dass die Berufserfahrung älterer Arbeitssuchender einen höheren Stellenwert bei Arbeitgebern hat, als eine fundierte Ausbildung.
Viele Betriebe wollen es sich gar nicht antun, jemand „Frischen“ einzuschulen, anzulernen und jemandem die Chance geben, Berufserfahrung zu sammeln. So stehen dann viele Jugendliche nach ihrer Ausbildung ohne Job da.
Auch rund 15.000 Jugendliche sind von der so genannten „saisonalen Arbeitslosigkeit“ betroffen. Gerade in den Fachbereichen Tourismus und Bau kommt diese schwer zu tragen. Insgesamt ist die Arbeitslosigkeit im Winter in etwa 1/3 höher als im Sommer.

Um die Jugendarbeitslosigkeit weiter zu bekämpfen startet die junge Generation der SPÖ nun zwei Aktionen. „Jährlich gibt es 15.000 Jugendliche, die keinen positiven Hauptschulabschluss erreichen oder für die der Hauptschulabschluss die höchste Ausbildung bleibt. Das muss sich ändern, 15.000 sind eindeutig zu viel“, so Sozialminister Rudolf Hundstorfer bei einer Pressekonferenz zum Start des Projektes „Jugend Coaching“. Schülerinnen und Schülern der 8. und 9. Schulstufe sollen eine bessere Beratung und Orientierung in Sachen Beruf und spätere Ausbildung erhalten. Das Projekt soll die Schulabbrecherquote um ein Vielfaches reduzieren und berufliche Perspektiven schaffen. Die Hilfe dazu kommt von ausgebildeten Coaches und Sozialarbeitern.

Das „Lehrlings-Coaching“, die zweite Aktion gegen Jugendarbeitslosigkeit, ist zur Stelle falls es Probleme in der betrieblichen Lehrlingsausbildung gibt, somit werden die Jugendlichen auf ihrem Ausbildungsweg stets begleitet und unterstützt.

Bleibt zu hoffen, dass die beiden Aktionen bald Früchte tragen, doch ich sehe zuversichtlich in die Zukunft.

Leonie Redinger
SPÖ Jugend

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