Anträge von der Opposition

Stefan KlausbergerDer Ortschef hat es nicht gerne, wenn sich die Opposition mit Anträgen in die Katsdorfer Politik einmischt und diese in den Gemeinderat einbringt!

Das hat die letzte Gemeinderatssitzung mal wieder gezeigt! Die SPÖ hat einen Antrag eingebracht, der die Umschulungsanträge als Thema hatte! Da wieder ein Schuljahr zu Ende geht und die Umschulungsüberlegungen von einigen Eltern der letzten Jahre zumindest nicht weniger werden, war eine Dringlichkeit für diesen Antrag sehr wohl gegeben! Die absolute Mehrheit der ÖVP hat unserem Antrag jedoch die Dringlichkeit aberkannt, mit der fadenscheinigen Begründung, man habe sich darauf nicht vorbereiten können! Würden wir auch Politik wie die Bürgermeisterpartei machen, dann wäre es nun wohl so, dass die Opposition in Zukunft alle dringlichen Anträge von der VP ablehnt, da man sich ja auch nie darauf vorbereiten könne! Leider ist es jedoch rechtlich erlaubt, dass die absolute Mehrheit einer Fraktion so vorgehen darf – und ist die Begründung noch so dumm wie in diesem Fall!

Fakt ist, viele Eltern wollen Ihre Kinder nicht im Pflichtschulsprengel VS-Katsdorf zur Schule gehen lassen! Warum das so ist wissen die betroffenen Eltern und natürlich auch der Bürgermeister. Nun sind wir beim tatsächlichen Grund, warum dieser Antrag aus Sicht des Bürgermeisters besser nicht auf die Gemeinderatstagesordnung sollte. Der Antrag hatte auch den Inhalt, dass der Bürgermeister als Oberhaupt des Schulerhalters den vielen Umschulungsanträgen der letzten Jahre auf den Grund gehen solle! Also nicht nur hinter einer absoluten Mehrheit verstecken ist feige, sondern wohl auch das Kneifen vor dem Thema VS-Katsdorf!

Hoffentlich ergibt es sich in naher Zukunft, dass die Pflichtschulsprengel abgeschafft werden (wie es in der Stadt Linz schon der Fall ist)! Dann können Eltern zum Wohl der eigenen Kinder frei entscheiden und der Bürgermeister braucht sich in dieser Causa nicht die Finger verbrennen!

Stefan Klausberger, Fraktionsobmann

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