Aber Ernst…! – Ein Altenheim kommt selten von allein…

Ewald BiermairLandesrätInnen sollte man zu Gute halten, dass sie Gutes für das oberösterreichische Volk wollen und – teilweise – auch machen! Auch Landesrat Joschi Ackerl, der ohnedies in der geschwärzten Landes – Machtmetropole mit seinen zur Verfügung stehenden budgetären Mitteln ein kümmerliches Dasein führen muss, ist dies zuzugestehen. Altenheime bzw. Betreuungseinrichtungen für unsere ältere Generation – wir werden in absehbarer Zeit auch dieses „Schicksal“ erleiden, werden dort gebaut und angesiedelt, wo absoluter Handlungsbedarf besteht

Dass ein Altenheim am Standort der ca. 150 Jahre alten LWFS nicht in Frage kommt – wenn Heime nach etwa einem Vierteljahrhundert als alt betrachtet und weggerissen werden, ist verständlich. Eine wie immer geartete Pflegeeinrichtung für unsere Älteren, wäre sicherlich – auch in Anbetracht der seinerzeitigen Nutzung – als Rekonvaleszentenheim – eine reizvolle Vorstellung.

Es gibt Vereinbarungen – im SHV Perg beschlossen, ohne Kritik deinerseits, über die – zeitlich – geplante Errichtung von diversen Einrichtungen. Dann kommt noch ein Faktum dazu, das die Errichtung eines Altenheimes in Katsdorf auch praktisch unmöglich macht. Fakt ist, dass Landeshauptmann Pühringer als Vorgabe für die Errichtung eines Altenheimes, eine Mindestbettenanzahl von 80 Betten festgelegt hat.
Auf Katsdorf umgelegt bedeutet das: Die Aufnahme in ein Altenheim erfolgt durchschnittlich mit dem 82. Lebensjahr. Die statistische Hochrechnung weist somit für Katsdorf in den kommenden Jahren einen Bedarf von 12 – 14 Betten auf – also viel weniger als vom Landeshauotmann gefordert – leider.

Das Heim in Baumgartenberg wird mit einer Bettenanzahl von 72 Plätzen exklusive einiger Kurzzeitpflegebetten, neu gebaut. Jenes in Perg – welches abgerissen und neu errichtet wurde – verfügt über 102 Betten und 16 Kurzzeitplätzen. Seit ca. zwei Jahren ist das neu erstellte Altenheim in Mauthausen in Betrieb. Auf 120 Plätzen können die älteren Menschen ein geruhsames Leben genießen.

Die SPÖ Katsdorf unterstützt nicht nur die Errichtung zusätzlicher Altenpflegeplätze, sie hat schon in früheren Zeiten die Möglichkeit zum Bau eines Altenheimes mit dem zuständigen Landesrat – der aber wiederum von vielen anderen Faktoren abhängig ist – erörtert. Es ist nicht zielführend – aus nur opportunistischen Gründen zu fordern, was – zumindest derzeit – nicht realisierbar ist!
Außerdem müssen die SHV- starren Bezirksgrenzen – hinsichtlich Finanzierungsgebarungen – abgebaut werden. Altenheime – in der Nähe von Katsdorf – gibt es in Gallneukirchen und Treffling. Neu gebaut wird offensichtlich in Altenberg und auch Steyregg, mit ca 80 – 100 Plätzen.

Ewald Biermair
Stv. Parteivorsitzender

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Katsdorfer mit Herz – Pfarrer Josef Etzlstorfer

1939 in St. Oswald bei Freistadt geboren, leitet er seit nunmehr 27 Jahren als Pfarrer die Geschicke der katholischen Gemeinschaft in Katsdorf. Stets freundlich, keinesfalls polarisierend, sich nicht in die Alltagspolitik einmengend – so kennt und schätzt man ihn in unserer Gemeinde. Ewald Biermair war im Gespräch mit ihm.

Herr Pfarrer, glauben Sie – angesichts von Tatsachen wie weitverbreitete Kriegszustände, weltweite Unge- rechtigkeiten, Gier, vor allem aber die evolutionären Entwicklungen mit wissenschaftlichen Thesen verknüpft – noch an Gott?
Ja, natürlich. Zum Glauben gehören aber auch immer wieder Zweifel. Der Theologe Karl Rahner sagte einmal: „Glauben heißt nichts anderes, als die Unbeweglichkeit Gottes ein Leben lang auszuhalten.“ Die Schöpfung, die Begeg- nung mit vielen Wundern in unserem Makro- und Mikrokosmos – das alles übt Faszination auf mich aus.

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Katsdorfer mit Herz!

Gäbe es die Familie Dattinger nicht, würde es um die wohl wichtigste und bekannteste kulturelle Einrichtung Katsdorfs schlecht bestellt sein. Ewald Biermair für „Hand aufs Herz“ im Gespräch mit dem Geschäftsführer des Kinos, Dr. Norbert Dattinger.

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